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Unsere Ziele

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Wir wollen mit sozial - ehrenamtlichem Engagement zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft beitragen die ihre Augen nicht verschließt vor notwendigen und somit Not wendenden Aufgaben in unserer Gemeinde.

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Unsere ehrenamtlichen

Hilfen und Angebote

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Mittwoch
Flüchtling
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Info aktuell:

ERZÄHLKAFFEE

Es geht wieder los…

… am kommenden FREI-Tag, den 23.09.2022, starten wir nach unserer Sommerpause wieder mit unserem Erzählkaffee.

Eingeladen sind alle Gögemerinnen und Gögemer, die an dieser netten Runde bei Kaffee und Kuchen dabei sein möchten.

Wir beginnen um 14:00 Uhr im Saal in der „Sonne“.

MITTAGESSEN

Ab 12:00 Uhr kann man, wer möchte, bei unserem gemeinsamen Mittagessen teilnehmen. Hierzu können Sie sich bis Donnerstag 11:00 Uhr bei uns im SozialPunkt-Büro anmelden.

Wir freuen uns auf Euer „Mit-Dabei-Sein“!

 

Das SozialPunkt-Team mit allen Fahrern und Begleitern

 

SozialPunkt Göge

Hauptstr. 8

Tel.: 07572/ 4958810

Mail: christliche-sozialstiftung@t-online.de

Bürozeiten: Mo – Fr 10:00 bis 11:00 Uhr

 

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Büroanschrift:
Sozialpunkt Göge
Haupstr. 8
88367 Hohentengen
Tel.:   07572 - 4958810
E-Mail:   christliche-sozialstiftung@t-online.de
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10:00 – 11:00 Uhr

lebenswerk

http://www.lebenswerk-zukunft.de/

Ukraine-Flüchtlinge

Wir haben es gern getan, dankbare Menschen getroffen und auch Freunde gewonnen.

Nach dem ersten Durchgang von rd. 100 Flüchtlingen die mehrere Monate in der ehemaligen Oberschwabenkaserne untergebracht waren, können wir rückblickend sagen, dass sich unsere Arbeit und unsere Hilfen gelohnt haben. Es war uns gelungen, gute zwischenmenschliche Kontakte zu den bei uns wohnenden Menschen zu finden und zu pflegen. Unsere Direkthilfen durch Sammlungen von Kinderkleidern, Fahrrädern, Kleinmöbeln und Spielzeug etc. waren sehr nützlich, das Sammelgut, das wir persönlich übergaben, wurde dankbar angenommen.

Organisiert von unserem SozialPunkt-Büro boten wir durch ehrenamtliche Helferinnen/Helfer gut besuchte Deutsch-Kurse für Anfänger, Malgruppen und Bastelgruppen für Kinder an, zu denen wir auch die Mütter zum Mitmachen einluden. Wir haben uns besonders um die Kinder gekümmert, die ja durch Krieg und Flucht brutal aus ihrem bisherigen Lebensumfeld gerissen wurden. Darüber hinaus boten wir auch für erwachsene Frauen interessante Gruppenarbeiten an. Zweimal luden wir alle Flüchtlinge zu einem nachmittäglichen Kaffeetreff ein um uns über die Situation, die Herkunft, die Fluchtgründe und über ihre Anliegen zu erkundigen, um ihnen unser Leben in Deutschland zu erläutern und unsere Gemeinde vorzustellen. Wir legten viel Wert darauf, dass Meinungs- und Gedankenaustausche stattfinden konnten. Aus von uns entworfenen, ins Ukrainische übersetzte Fragebögen erfuhren wir über die Wohnorte, die direkten Kriegsereignisse, die Gründe und Stationen der Flucht der Menschen und über ihre Bedarfe vor Ort. Rund 80 % kamen unmittelbar aus den Kriegsgebieten und die meisten gaben an, dass sie nach Kriegsende wieder zurückwollen. Es waren über 90 % Frauen mit Kindern oder alleinstehende Frauen bei uns. Die wenigen Männer die dabei waren, waren anderer nationaler Herkunft als ihre ukrainischen Frauen und unterlagen deshalb nicht der ukrainischen Wehrpflicht.

Zwischen den Flüchtlingen und uns fand ein ständiger Austausch statt, überall wurden wir mit einem freundlichen „Hallo“ begrüßt, wurde uns gezeigt, wie dankbar die aufgenommenen Menschen für unser Tun waren.

Im ehemaligen Offizierskasino richteten wir einen Schulraum, einen Kindergartenraum und einen Gemeinschaftsraum, sowie für einen russisch-orthodoxen Pfarrer einen Gesprächsraum ein. In werktäglich jeweils 2 Stunden Öffnungszeiten verkauften zwei ukrainische Frauen die wichtigsten Waren des Allgemeinbedarfs (Alkohol und Zigaretten gab es nicht im Angebot). Vier unserer deutschen Helferinnen kauften größtenteils im Hohentenger Netto die Waren ein und brachten sie zum von uns eingerichteten, kleinen Ladengeschäft. Dort wurden diese Waren zum selben Preis, d.h. ohne einen Cent Gewinn, an die Flüchtlinge weiterverkauft. Jede Woche haben wir Kasse und Buchführung geprüft, die jedes Mal auf den Cent stimmte. Das Ladengeschäft wurde zur Kommunikationszentrale, zum zusätzlichen Treffpunkt unter und mit den ukrainischen Menschen. Die beiden sehr engagierten, ukrainischen Verkäuferinnen schafften Kontakte, halfen uns eine richtige kleine „Dorfgemeinschaft“ zu bilden. Unsere Bemühungen hatten sich sicht- und spürbar gelohnt.

Was sich aber zunehmend negativ auf diese Gemeinschaft auswirkte, war die ständige Fluktuation an Zu- und Abgängen der unterzubringenden Menschen. Bei dieser Art der Flüchtlings-Unterbringung handelt es sich rechtlich um einen Zwischenaufenthalt aus dem die Menschen möglichst laufend, spätestens aber nach 6 Monaten zur sogenannten Anschlussunterbringung auf die einzelnen Gemeinden des Landkreises verteilt werden. Diese sechs Monate sind nun bald um, d. h. die meisten der auf dem Areal lebenden Menschen, die wir in diesem Zeitraum kennenlernten, sind auf die Gemeinden des Landkreises verteilt worden, die freiwerdenden Plätze wurden und werden laufend von außen wieder aufgefüllt. Das macht es schwierig, dauernd eine funktionierende Gemeinschaft zu bilden und zu erhalten.

Um trotzdem unseren Vorstellungen zu verwirklichen, auch die ständigen Neuankömmlinge möglichst miteinzubeziehen, machten wir Lösungsvorschläge, die es ermöglichen sollten, unseren ukrainischen Helferstamm bei Freiwilligkeit noch weitere sechs Monate halten zu können, sozusagen als Grundgerüst der von uns aufgebauten, funktionierenden Gemeinschaft. Ziel wäre gewesen, mit unseren bewährten ukrainischen Verbindungs-Personen, die laufenden Neuankömmlinge in diese Gemeinschaft einzuführen, ihnen das Einleben zu erleichtern, unsere Angebote weiterzuvermitteln, neue Verbindungen aufzubauen., nicht nur ein bloßes Unterbringen der Flüchtlinge zu verfolgen, mehr als nur ein pures Flüchtlingslager für die Menschen zu erreichen.

Leider konnten wir die Verwaltungsleitung nicht überzeugen und sehen dadurch unsere bisherigen, guten Hilfsstrukturen und Möglichkeiten wegen des Fehlens unseres ukrainischen Helfergerüsts, als nicht mehr gegeben an. Wir entschlossen uns deshalb, das von uns eingerichtete Gemeinschaftshaus an das Personal des Landratsamts zu übergeben, in der Hoffnung, dass es auch den angestellten Integrationsberatern ein Anliegen ist, unsere ideell-praktischen Überlegungen zwischenmenschlicher Hilfen unter Einbezug der ukrainischen Flüchtlinge zu übernehmen und sie mit derselben inneren Einstellung für die in stark zunehmenden Zahlen neu zu uns kommenden ukrainischen Menschen zu praktizieren.

Wir werden künftig nur noch versuchen, unsere Angebote punktuell einzubringen und speziell in Einzelfällen zu helfen. Dies gilt vor allem für unsere offenen Angebote für Kinder mit ihren Müttern.

Unser Dank gilt allen, die uns ehrenamtlich-handwerklich beim Einrichten des Gemeinschaftshauses geholfen hatten, allen die uns bei den Sammelaktionen unterstützten, die Kurse anboten und sie mit Engagement durchführten. Wir danken allen Spendern die uns geholfen haben, den zu uns gekommenen Menschen zu helfen, Ihnen zu zeigen, dass in der Göge Leuten die in Not geraten sind, Hilfe zuteilwird. Wir versichern, dass wir alle Spenden sachgerecht für diese notwendigen, humanitären Maßnahmen einsetzten und auch weiterhin einsetzen werden. Dieser Dank gilt aber auch allen ukrainischen Menschen, die wir bewusst in die Organisation unserer Hilfsmaßnahmen miteinbezogen hatten, die freiwillig und gerne mit uns zusammengearbeitet haben, mit denen wir nach unserem selbst gesetzten Motto „ Menschen aus unserer Dorfgemeinschaft für Menschen aus unserer Dorfgemeinschaft“, eine sich gegenseitig helfende deutsch-ukrainische Gemeinschaft bildeten. Es war ein ehrliches und offenes Miteinander in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung.

Wir sind uns sicher, dass diese Flüchtlinge des „ersten Durchgangs“ ihren Aufenthalt in unserer Gemeinde in guter Erinnerung behalten, so wie wir unsere durchweg positiven Erfahrungen, das gute Miteinander nicht vergessen werden. Wir konnten bisher hundert Menschen, davon hauptsächlich Frauen und Kindern, die vor einem furchtbaren Krieg aus ihrer Heimat zu uns geflüchtet sind, ein wenig helfen.

Hoffen wir, dass den weiterhin wohl noch in sehr großer Zahl zu uns kommenden, ukrainischen Menschen behördlicherseits auch im zwischenmenschlich so wichtigen Bereich des Zusammenlebens, in derselben Achtung und Gegenseitigkeit geholfen werden kann und dass vor allem auch dadurch soziale Spannungen ausbleiben mögen.

Wir werden weiterhin versuchen, dort wo es uns möglich ist und notwendig erscheint, uns weiter einzubringen, vornehmlich durch punktuelle Angebote und durch direkte Einzelhilfen.

Für die Christliche Sozialstiftung das SozialPunkt-Team und die Aktion „Göge hilft“.            

Franz Ott                                                                                 Theresia Michelberger

Wir wünschen Ihnen eine gute Woche.

SozialPunkt Hohentengen

Hauptstr. 8

Tel.: 07572/ 4958810

Mail: christliche-sozialstiftung@t-online.de

Bürozeiten: Mo. – Fr.: 10:00 – 11:00 Uhr